Die alten Kirchen im Simmental und Saanenland

Klaus Völlmin war längere Jahre Pfarrer in St. Stephan. Da hat er wiederholt auch in anderen Kirchengebäuden gepredigt. Das hat sein Interesse für diese alten Kirchen geweckt. Zusammen mit seinem Freund, Holger Finze, hat er alle Gebäude im oberen Simmental und Saanenland beschrieben. Das hat ein spannendes Buch gegeben. In der Sendung lässt Klaus Völlmin die Zuhörerinnen und Zuhörer an seinen Erkenntnissen teilhaben. Inzwischen ist in kurzer Form noch ein Kirchenführer entstanden, analog zum Hausführer im Simmental.
Ueli Häring

Immer länger leben, ohne Ende ...?

Wer die letzten Jahrzehnte mit wachen Augen verfolgt hat, stellt fest, dass sich die Lebenserwartung drastisch erhöht hat. In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts war ein Alter von neunzig Jahren schon sehr hoch. Heut sind die Hundertjährigen keine Seltenheit mehr und es gibt Menschen, die sich aktiv darum bemühen, mit einem entsprechenden Lebensstil 120,  ja sogar 140 Jahre alt zu werden. Daneben werden Milliarden in die Altersforschung investiert mit dem Ziel, das Altern des menschlichen Körpers aufzuhalten. In der Sendung fragt Heiner Bregulla (68) sich und nicht nur seine Altersgenossen, wie man mit den neuen Perspektiven umgehen kann und lässt auch den Tod zu Wort kommen, der seinerseits verspricht, dem Leben Reiz und Würze zu geben.
Heiner Bregulla

Die Unfassbar am Thunfest

Die beiden Pfarrer Bernhard Jungen und Tobias Rentsch realisieren mit einer mobilen Bar ihre Vision, die Kirche in der Öffentlichkeit fassbarer zu machen. Sie waren am Thunfest in der 0beren Hauptgasse und kamen mit den Festbesuchern ins Gespräch. Bei einem kühlen Bier über das unfassbar Schöne und das unfassbar Schmerzvolle im Leben sprechen. Das ist die Arbeit der beiden Pfarrer. Wir haben sie am Thunfest begleitet und Worte und Stimmung für das Kirchenfenster vom 25. September um 21 Uhr eingefangen.
Hans Stalder

Sigriswiler Heimattage

Am Anfang des 19. Jahrhunderts haben sich Auswanderer auf den Weg gemacht in eine ungewisse Zukunft, viele davon in die neue Welt Amerika. Gründe dafür gab es genug. Die meisten verliessen Sigriswil und Umgebung, weil das Einkommen nicht ausreichte, um eine Familie zu ernähren. Was bedeutet Heimat? Über 400 Menschen aus Nah und Fern haben sich in Sigriswil auf Spurensuche begeben. Einheimische und Ausland-Sigriswiler haben gemeinsam die Gegend erkundet und zusammen ein Wiedersehen gefeiert. Die daheim gebliebenen Sigriswiler haben von den vielen Familien-Schicksalen erfahren und die ausgewanderten Familien sind den Nachkommen ihrer Namensvettern begegnet und haben Freundschaften geschlossen. Ein reichhaltiges Programm bot Einblick in Geschichte, Kultur und Alltag in ihrer alten Heimat. Dank den einheimischen Gästebegleitern gab es keine Sprachbarrieren. Jung und Alt erfreuten sich an den musikalischen Darbietungen am Unterhaltungsabend und am sonntäglichen Älpler Fest. Brauchtum verbindet, schafft eine Brücke zu den Sigriswiler Wurzeln und fördert das Heimatgefühl. Der Anlass wurde zum zweiten Mal durchgeführt und war ein grosser Erfolg für alle Beteiligten.
Roland Noth

Prüfet alles, das Gute behaltet

Im fünften Kapitel des 1. Thessalonicherbriefes schreibt der Apostel Paulus viele Ermahnungen und Aufmunterungen für die Gemeinde. Eine davon lesen wir als Titel. Es sind alles Aufforderungen, welche den Christen Mut machen für ihren Dienst in der Gemeinde. Auch heute noch brauchen wir diese Aufmunterung. Darum möchten wir uns im Bibelgespräch mit diesem Text etwas genauer befassen. Es scheint uns eine passende Bibelstelle für den eidgenössischen Dank-, Buß- und Bettag.
Ueli Häring

Traditionelle Europäische Medizin (TEM)

Wir kennen TCM, die traditionelle chinesische Medizin, aber unsere europäische Tradition ist uns weniger geläufig. An der Universität Wien erforscht ein Theologe mit einem Team alte Quellen. Sie lesen mittelalterliche Schriften in der Originalsprache und suchen nach Heilpraktiken der Mönche und Nonnen, wie sie versuchten, die Gesundheit der Menschen zu unterstützen. Das geschieht natürlicherweise über das Essen, über die Gewürze zum Beispiel, mit Pulsieren, um die richtigen Speisen für die einzelne Person herauszufinden, mit Absuden aus Pflanzen aus unseren Breitengraden und auch mit Beten. Das Beten ist oft verbunden mit Gebärden, mit Bewegungen und Meditation. Elisa Sprecher trifft den Theologen PD Dr. Karl Heinz Steinmetz, Leiter des Instituts für Traditionelle Medizin in Wien, und spricht mit ihm über das Heilwissen aus Dokumenten des Mittelalters.