Testflug Jona (Hörspiel)

Die biblische Erzählung von der Sintflut steht in der so genannten Urgeschichte am Anfang des Alten Testaments nach dem Brudermord des Kain und vor den Völkertafeln und dem Turmbau zu Babylon: 1. Mose 6,5-9,17. In diesen Urgeschichten wird die grundlegende Beziehung zwischen Gott und der Welt und zwischen den Menschen beschrieben. Die Erzählung der Geschichte im Hörspiel erfolgt ungewohnt. Es ist die Taube Jona (hebr: Taube), die von der Sintflut erzählt. Damit werden ganz neue Betrachtungsweisen offenbar und lassen die Geschichte neu aufleben. Die Idee stammt vom deutschen Theologen Günter Puzberg, der für die Geschichte auch eigene Musik komponiert hat.
Hans Stalder

Exerzitien im Alltag

Dieses Zitat von Martin Buber hat eine Gruppe Menschen während vier Wochen begleitet. Sie haben Exerzitien im Alltag gemacht. Dies ist ein spiritueller Übungsweg von Ignatius von Loyola, er wollte damit «Gott die grössere Ehre geben und den Seelen helfen». Wir erfahren, wie Exerzitien funktionieren und wie dadurch Menschen die biblische Botschaft in ihrem Leben befreiend erlebt haben und eine vertiefende Gotteserfahrung machten.
Helen Hochreutener

Berührungen - in der Kirche?

An einer Tagung der Kommission neue religiöse Bewegungen des schweizerischen evangelischen Kirchenbundes war letzten November das Thema Handauflegen und Heilen in der Kirche und Seelsorge. Mitglieder des Teams Handauflegen, welche in der Johanneskirche Thun regelmässig aktiv sind, berichten über die Tagung und was sie dort gehört und erfahren haben.
Beatrix Seiler/Hans Stalder

Entlastung für Angehörige

Schwerkranke oder Sterbende zu begleiten, überfordert die Angehörigen oft, wenn die Kranke oder der Kranke zu Hause gepflegt wird. Darum gibt es in Thun einen Verein, der den Angehörigen hilft. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bereit, sterbende Menschen vor allem nachts zu begleiten. Über diese Arbeit berichten wir im Kirchenfenster vom 23. Januar. Mitarbeiter und Betroffene kommen zu Wort.
Ueli Häring

Grenzgängerin und Pilgerin

Evelyne Binsack schreibt von sich in ihrem neuen Buch, sie sei eine Pilgerin und Nomadin. «Wir wissen um unsere Verletzbarkeit, wenn wir unterwegs sind.» Sie, die so oft auch an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kam, erzählt davon, wie sie ganz im Hier und Jetzt ist auf ihren Reisen, in einer unglaublichen Präsenz. Das ist erstaunlich nahe an dem, was Mystiker erleben und was Martin Luther in der Abgeschiedenheit des Klosters studierte, bevor er die reformatorischen Ideen entwickelte. An der Bezirksfeier der Kirchen in Kandersteg wurden diese beiden Pole verbunden. Christine Sieber war für Radio BeO dabei.