Kreuzestheologie und die Frauen am Grab

Eine christliche Kernbotschaft neu denken
31. März 2026 / Christine Sieber
Das Audiofile steht nach Ende der Ausstrahlung auf Radio BeO um 22:00 zur Verfügung

Viele von uns tragen es um den Hals: eine Schmuckkette mit einem Kreuz. Wie kam es dazu, dass ein römisches Folter- und Todesinstrument zum Schmuckstück wurde? Was für die ersten Christen ein Anstoss war - die schändliche Kreuzigung der Gründerfigur - deutete Paulus als Erlösung um. Seine Argumentation überzeugte die Menschen der Antike derart, dass sie sich beinahe als allein gültige Deutung durchsetzte. Dabei bietet die Bibel zahlreiche weitere Auslegungen von Tod und Auferstehung Christi. Ein Beispiel ist die Erzählung von den Frauen am Grab. Sie werden zu den ersten Zeuginnen der Auferstehung und stellen damit die bestehenden Hierarchien auf den Kopf. Nicht Petrus, der Jünger, der als «Fels» bezeichnet wird, ist als erster dort, sondern Frauen, deren Zeugnis in jener Zeit nichts bedeutete. Im Gespräch mit Evelyne Baumberger, Theologin, Leiterin des RefLab («Dein digitales Lagerfeuer» der reformierten Landeskirche Zürich). 

 

Christine Sieber